Eingewöhnungskonzept

Warum ist eine gute Eingewöhnung so wichtig?                                                                                 

Im Chinderhuus Rumpelstilzli legen wir großen Wert darauf, dass sich die Kinder bei uns wohl und geborgen fühlen. Da die Eingewöhnungsphase eine bedeutende und sensible Zeit ist, liegt es uns sehr am Herzen, dass sich die Säuglinge, Kleinst- und Kleinkinder im geschützten Rahmen und im Beisein der Eltern, an die neue Umgebung und den Kita-Alltag gewöhnen. Zudem erlaubt es diese Zeit, dass zwischen dem Kind und dessen Eltern eine vertrauensvolle Beziehung zum Betreuerteam aufgebaut werden kann. Die Eingewöhnung dauert mindestens 2 Wochen wird am Stück durchgeführt.

Wir gehen jede Eingewöhnung individuell an                                                                   

Jedes Kind ist einzigartig und reagiert darum auch ganz individuell beim Beziehungsaufbau zu den Kita-Kindern, dem Betreuerteam sowie auf das Einleben in den Kitaalltag und besonders auf die Trennung von den Eltern. Die Tatsache, ob ein Kind bereits fremdbetreut wurde, ob es sich gewöhnt ist, mit anderen Kindern zu spielen, ob es bereits Geschwister hat oder mit Mami und Papi bis jetzt allein war, können dabei eine bedeutende Rolle spielen.       Das Kind hat in der Eingewöhnungszeit eine feste Bezugsperson. Auch das Alter, und die damit auftretenden entwicklungsbedingten Trennungsängste und das Fremdeln können einen Einfluss auf die Dauer der Eingewöhnungszeit haben. Darum ist das Kennenlerngespräch zu Beginn der Eingewöhnung und anschliessend der enge Austausch zu den Eltern, für uns ein wichtiger Bestandteil der Eingewöhnungsphase.

Die ersten Tage der Eingewöhnung                                                                   

erfolgen täglich während einem kurzen Zeitfenster von 1-2 Std. pro Tag. Die Bezugsperson bleibt mit dem Kind in der Kita. 

Die erste Trennung                                                                                  

Zusammen mit den Eltern besprechen wir die erste Trennung. Bei Babys und Kleinen Kindern sollte dies nicht vor dem vierten Tag geschehen. Findet die Verabschiedung ohne Probleme statt, können die Eltern bis 30 Min. weggehen, zeigt sich die Trennung als schwieriger, sollten die Eltern nach wenigen Minuten wieder zurückkommen. Während der Trennung müssen die Eltern jederzeit erreichbar sein.   

                                                           

Umgang mit dem Trennungsschmerz                                                                     

Auch wenn die Trennung für die Eltern eine schmerzliche Erfahrung sein kann, wofür wir grosses Verständnis haben, können sich negative Gefühle auf das Kind übertragen. Es ist für ein Kind schwierig, sich an einem Ort wohlzufühlen, wenn die Eltern es nur ungern an diesem Ort lassen. Wir können sehr gut verstehen, dass dies einfacher klingen mag als es ist, dennoch ist ein positives Gefühl von Seiten der Eltern eine Grundvoraussetzung für eine gelungene Eingewöhnung.                                                                                                                                                                     Das Kind kann auf diese Trennungssituation mit Tränen reagieren. Für uns ist es jedoch wichtig, dass es sich wieder beruhigen und durch das Spiel ablenken lässt. Ist dies nicht der Fall, kontaktieren wir umgehend die Eltern. Die Eingewöhnung sollte, auch wenn sie für Kinder anspruchsvoll sein kann, kein beängstigendes Erlebnis werden. Das Kind zeigt mit seiner Reaktion, wie schnell in der Eingewöhnung fortgeschritten werden kann. Der Dialog zwischen den Eltern und der für die Eingewöhnung verantwortliche Person des Betreuerteams ist hierbei wichtig.

Was könnte hinderlich/förderlich sein?                                                                          

Kontinuität ist bei einer Eingewöhnung sehr wichtig. Darum bitten wir die Familien nach Start der Eingewöhnung in den darauffolgenden 6-8 Wochen keine Ferien zu machen. Was ebenfalls einen grossen Einfluss auf das gute Gelingen einer Eingewöhnung hat, ist die momentane Befindlichkeit des Kindes. Es erweist sich als hinderlich, wenn das Kind mit körperlichen Beschwerden, wie einer starken Erkältung, Zahnschmerzen oder auch nur Mangel an Schlaf an Eingewöhnungstagen zu kämpfen hat. Dazu gehören auch Reaktionen wie Fieber nach Impfungen. Aus diesem Grund sollte das Kind zum Zeitpunkt der Eingewöhnung gesund und ausgeschlafen sein. Die Eltern können während dieser sensiblen Phase jederzeit telefonisch nachfragen, ob ihr Kind, nach allfälligen Verabschiedungstränen, wieder zufrieden ist. Es kann vorkommen, dass das Kind nach dem Kitaeintritt vermehrt, krank ist. Gründe dafür sind vor allem die erhöhten Möglichkeiten sich anzustecken.

Ende der Eingewöhnung                                                                                      

Sobald das Kind den gewünschte Betreuungsumfang ohne nennenswerte Probleme schafft, ist die Eingewöhnung abgeschlossen. Wir freuen uns auf alle neu eintretenden Kinder, mit all ihren individuellen Persönlichkeiten und Bedürfnissen. Genauso danken wir den Eltern für ihr grosses Vertrauen und geben stets unser Bestes.

Merkblatt Eingewöhnung von der Fachstelle Tagesbetreuung 

auf www.kinderbetreuung.bs.ch kann das Merkblatt heruntergeladen werden.